Quiche mit Spargel, Lauch und Spinat

Quiche mit Spargel, Lauch und Spinat | familiending.net

„Familie! Es gibt Quiche!“ erst schreien sie alle „juhuuuu!“ und dann irgendwann können sie´s nicht mehr sehen. So ist das nämlich mit mir. Wenn mir was schmeckt, dann mach ich das so oft hintereinander bis wir es alle nicht mehr sehen können. Und dann verschwindet das Rezept wieder im Regal, bzw. wird im Kopf ein bisschen weiter hinten eingeordnet. Die wenigsten Rezepte habe ich nämlich niedergeschrieben. Das meiste ist frei Schnauze. Gut, dass ich jetzt (wieder) einen Blog habe, auf dem ich gelungene Gerichte festhalten kann.

Quiche kann ich nämlich nicht frei Schnauze. Zumindest nicht auf Anhieb. Für die erste Quiche des Jahres muss ich immer in mein schlaues Buch gucken. Zur Zeit habe ich zwei schlaue Bücher. Das eine habe ich schon seit Jahren. Das ist ein Muss. Das andere habe ich seit mein Sohn 2013 mit 10 Monaten plötzlich beschloss, dass er keinen Brei mehr will. Also gar nicht mehr. Genau genommen ist das in Venedig passiert. Totale Brei-Verweigerung. Das einzige, was er noch essen wollte war Wassermelone. Wassermelone morgens, Wassermelone mittags, Wassermelone nachmittags und Wassermelone abends. Da saßen wir also in Venedig mit einem ausschließlich Wassermelone mampfenden Kind. Den Brei konnten wir alleine löffeln. Aber das ist eine andere Geschichte. (Nächste Woche geht es übrigens wieder nach Venedig. Ich bin gespannt, was die zwei Kleinen sich diesmal für uns ausdenken!)

Zurück aus Venedig war dann klar: Der Bub will jetzt auch richtig essen! Was beim zweiten Kind aktuell einfach so passiert und nebenher läuft, war für mich bei meinem Sohn ein echtes Problem: Was kochen für einen Noch-nicht-Einjährigen? Aaaaaah!

Und was tut man in so einem Fall? Richtig. Erstmal 10 verschiedene Kleinkind- und Familien- und überhaupt – Kochbücher bei amazon bestellen. Die habe ich mir alle angeschaut. Und zwei behalten. Einmal Kochen für Kleinkinder* und als zweites Kochen für die Familie (GU Familienküche)*. Kochen für Kleinkinder ist ganz in Ordnung. Die Zeit, in der ich mir daraus Ideen geholt habe, war aber relativ kurz. Und genau dazu dienen bei mir Kochbücher: zum Ideen holen. Ich bin ein ganz mieser nach-Rezept-kocher. Ich weiß nicht warum, aber ich kann mich einfach nie daran halten. Daher brauch ich ein Buch, das mich inspiriert und das sicherstellt, dass es trotz Abweichungen vom Rezept was wird! Dass die Quiche hält, dass das Souflé steht und so weiter. Und so wurde Kochen für die Familie (GU Familienküche)* schnell mein allerliebstes Lieblingskochbuch!! Bis heute!

Also meine schlauen Bücher sind diese hier: Kochen für die Familie (GU Familienküche)* und Luise Haarer – Kochen und Backen nach Grundrezepten*. Das zweite ist ein absolutes Muss. Da findet man ungefähr jedes Grundrezept drin. Kochen für Dummies. Genau das richtige für mich!

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Jetzt aber genug mit dem einleitenden Blablabla. Eigentlich will ich euch heute ja eigentlich nur erzählen, wie ich das hier gemacht habe: 

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Quiche mit Spargel, Lauch und Spinat

inspiriert von Kochen für die Familie (GU Familienküche)*

Zu allererst: Der Teig wie er im Rezept stand, ist mir gründlichst misslungen.

200g Mehl
100g Butter
1 Eigelb
1/2 TL Salz

ein Teig wurde das bei mir nicht! Viele viele Brösel wurden das, die ich nur temporär in eine Teigkugel verwandeln konnte. Bei der kleinsten Berührung jedoch zerfiel die Kugel wieder in… na was? Brösel. Mist!! Also was tun? Richtig! Alle Brösel in Frischhaltefolie und ganz fest einrollen und ab in den Kühlschrank (30 Min). In der Hoffnung, dass da noch was tolles draus wird. Spoiler: es wurde nix. Ich habe im Endeffekt meine Backform mit Bröseln bedeckt. Immerhin habe ich es geschafft mit viel Butter auch den Rand mit Bröseln einzukleiden. Gut genug, dachte ich. Schließlich wird die Füllung fest. Wer braucht da schon einen vernünftigen Boden? Pah! Nicht verzweifeln. (Ich bin halt wirklich kein geborener Foodblogger. Bei mir sieht´s meist nicht schön aus. Gar nicht. Dafür schmeckt´s aber. Und zwar bombastisch! Immerhin… Meistens vergess ich sogar mein wunderbares Essen zu fotografieren. Zack! ist der Teller leer, der Magen voll, die Seele zufrieden und das Foto…. nicht geschossen. Nun denn. Diesmal hab ich es geschafft!Juchhei!)

Ich hab so ein bisschen für euch rumgegooglet und scheinbar ist der Trick bei diesem salzigen Mürbeteig noch ein paar Esslöffel eiskaltes Wasser dazuzugeben. Damit der Teig sich ordentlich zusammenfügt.

Also gut. Wenn ihr den Teig (nicht verzweifeln, wie gesagt: bei mir wurde es auch nix. Es kann bei euch nur besser werden!) irgendwie fertig und im Kühlschrank habt, könnt ihr euch dem Gemüse für die Füllung widmen.

500g grüner Spargel
2 Stangen Lauch
250g frischer Spinat
Olivenöl
Salz

Den Spargel waschen und in kleine Stückchen schneiden und in eine heiße Pfanne mit Olivenöl. Den Lauch waschen (längs aufschneiden, dann kriegt man ihn schön sauber) und in schmale Scheiben schneiden. Dann hinzu zum Spargel und beides schön ein bisschen anbrutzeln und schon mal ordentlich salzen. Während beides ein bisschen Farbe bekommt, könnt ihr euch schon dem frischen Spinat widmen. Meiner kam aus meiner wöchentlichen Biokiste und war ziemlich erdig, also musste ich ihn gründlich waschen. Ist er schön sauber, darf er mit in die Pfanne wandern. Dann alles gemeinsam schön ein bisschen anschwitzen.

Den Backofen schon mal vorheizen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze.

Eure Backform entweder komplett einfetten oder mit Backpapier auslegen und nur die Ränder mit Butter einfetten, so mach ich das immer. Den (misslungenen) Teig aus dem Kühlschrank und je nachdem wie er euch gelungen ist, mehr oder weniger gut den Boden und die Ränder mit Teig bedecken. Wie gesagt: bei mir war es eine ziemliche Katastrophe. Aber das Gemüse in der Pfanne roch so gut, dass ich dennoch (zu Recht!) guten Mutes war.

Dann das ganze schöne Gemüse in die Backform einfüllen. Mjamm!! Das sieht schon so schön aus, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. (Wie gesagt: schlechter Foodblogger: Foto vergessen! Wer das Rezept nachkocht, darf mir gerne ein Foto schicken…)

Nun schnell den Rest der Füllung mischen:

4 Eier Größe M
200g Sahne
200ml Milch
50g geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer
Muskat
Paprika edelsüß

Alles zusammenmischen, würzen nach Geschmack. Ich finde, viel Ei-Sahne-Milch-Gemüse-Gemisch braucht viel Salz, aber das ist Geschmackssache. Und einfach über das Gemüse drüber. Die Quiche kommt dann für 50 Minuten bei 200 Grad in den Backofen. Zwischendurch mal reingucken! Ich habe sie die letzten 15 Minuten mit Alufolie abgedeckt, damit sie oben nicht schwarz wird.

Und dann…. dann ist sie da!

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Vorsichtig mit einem Messer den Teig vom Rand lösen und den Ring der Backform öffnen. Trotz Bröselteig – sie hält! Juhuuu! Und wie das duftet!!

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Dann am besten noch warm servieren! (Vorher aber natürlich fotografieren! 😉 )

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Bei uns gab es dazu einen einfachen Asia-Salat mit Tomaten und Balsamicodressing. Köstlich!

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Nicht neidisch werden! Nachkochen!

Für meine liebe Nadine hier nochmal alle Zutaten für den Einkaufszettel:

Mehl
Butter
5 Eier
2 Bund grüner Spargel (dann kann man großzügig putzen und es bleibt noch genug zarter Spargel übrig)
2 Stangen Lauch
ca. 250g frischer Spinat
200g Sahne
Milch
Parmesan

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